Yoga
Ein bewegungs- und tanzkundiger Chiropraktiker empfahl mir wegen akuter Rückenschmerzen im Jahr 1994 Yoga. Eigentlich hatte ich gar keine Lust auf Yoga und wollte mich lieber dem modernen Tanz widmen. Doch meine erste Yogastunde bei Urvasi Leone überzeugte mich vollends. Meinem Rücken ging es schlagartig besser und mein ganzer Körper sortierte sich neu.
Begeistert von Yoga begann ich 1995 mit der dreijährigen Ausbildung bei Ananda und Urvasi Leone nach der Methode von Swami Gitananda im ganzheitlichen Hatha Yoga. Die Ausbildung habe ich aus ausbildungsorganisatorischen Gründen 1999 abgeschlossen mit einer umfangreichen Prüfung und Arbeit zum Thema: „Symbolische und mythologische Bedeutung einiger ausgewählter Asanas.“ Im Jahr 2022 habe ich das Anerkennungsverfahren beim BDY absolviert.
Die Ausbildung bei Ananda und Urvasi Leone bildet für mich bis heute eine fundierte Grundlage für alle meine Weiterbildungen und das Erlernen neuer Yoga-Stile.
Prägend für „mein“ Yoga sind auch meine vielfältigen Tanzerfahrungen. Diese begannen in Lünen in der Ballett-Schule des Folkwangabsolventen Klaus Richter. Mehrmals die Woche habe ich Unterricht in Ballett- und modernem Tanz erhalten. Auch in Berlin und anderswo habe ich intensiv weiter getanzt und Bewegung studiert.In Auswahl nenne ich hier: Dança Expressiva bei Elise Ralston, zeitgenössischer Tanz bei Roberto Castello, Bartenieff Fundamentals bei Gesine Gewalt, Ausdruckstanz bei Gisela Colpe, freier, improvisierter Tanz bei Natascha Roy und von Flamenco inspirierter Tanz bei Cornelia Thielemann „La Minera“.
Meine 1997 begonnene Unterrichtstätigkeit, zunächst als Vertretung meiner Yogalehrerin, dann mit eigenen Kursen, habe ich seit dieser Zeit fast ununterbrochen weiter geführt mit großer Begeisterung und Freude.
Weiterbildungen: Neueste / in Auswahl
01 – 12.2020
Mein Unterricht
Es geht mir vor allem darum, aufmerksam den eigenen Körper sowohl in Bewegung als auch in Ruhe wahrzunehmen und dabei den Atem zu spüren, Anspannung und Entspannung aktiv und bewusst zu erleben, um mehr und mehr in die eigene Kraft und Leichtigkeit zu kommen. Dies alles möge in einer Atmosphäre der liebevollen und offenen Zuwendung zu sich selbst geschehen. Zeit haben, in sich hineinzulauschen und zu akzeptieren, was ist. Von dieser Einsicht aus können, wenn gewünscht, Veränderungen geschehen.
Ich ordne mich und mein Yoga keinem eindeutigen Stil zu, sondern verbinde Yoga mit verschiedenen Traditionen und Elementen, wie z.B. aus dem Ausdruckstanz, aus der Pilates-Technik oder Progressiven Muskelrelaxation. Auch bin ich ein Fan von kleinen, feinen und subtilen Übungen.
Ein Asana einzunehmen bedeutet für mich, eine gewisse Haltung sich selbst, dem Leben oder anderen Menschen gegenüber einzunehmen. Das bedeutet für mich Meditation. Wenn ich meinen Yogastil dennoch kurz charakterisiere, dann passen die Begriffspaare: sanft und kraftvoll, ruhig und dynamisch am besten.
Regelmäßiger Kurs:
Donnerstagabend von 20:00 bis 21:10 Uhr Schokosport, Mariannenstraße 6, 10997 Berlin (hybrid, Online und in Präsenz).
Abrufbar hier
Außerdem übernehme ich regelmäßig Vertretungen für Dagmar Fleischmann - Remise Zehlendorf, für Beate Aden Gesundheitstraining und für Doretta Dow im O-Ton (Auswahl).
Ich vertrete: Hatha Yoga || Hatha Yoga im Flow Yoga 60 + || sanftes Yoga || Yin Yoga
Bei Bedarf schicken Sie mir gern eine Anfrage per E-Mail.
Haben Yogalehrende nie schlechte Laune oder Rückenschmerzen? Lange Zeit wurde dies suggeriert. Ich selbst habe angetrieben vom eigenen Ehrgeiz durch intensive Rückbeugen gepaart mit Unachtsamkeit starke Schmerzen im unteren Rücken bekommen. Diese Schmerzen habe ich mir über einen recht langen Zeitraum nicht eingestanden, denn es wurde damals das Bild suggeriert, als Yoga-Praktizierende habe man einfach keine (Rücken-)schmerzen. Kurzum: Ich habe mich für diese Schmerzen geschämt, sie durften ja nicht sein, denn Yoga schenkte einem rundum Gesundheit und Wohlbefinden. Das kritische, höchst informative und zur Reflexion anregende Buch „The science of Yoga“ von William J. Broad (2012) hat weltweit für das Verletzungsrisiko durch Yoga sensibilisiert und hat mir endlich die Möglichkeit gegeben, über meine Schmerzen zu sprechen. Yoga ist Bewegung, ist Sport, dabei kann man sich - unter bestimmten Voraussetzungen und in bestimmten Situationen- verletzten.
Geheilt hat mich die Akupunkturbehandlung bei einem wundervollen Orthopäden, der mir nicht nur die Angst vor den Schmerzen genommen, sondern mir auch zum Perspektivwechsel verholfen hat. Seitdem achte ich verstärkt darauf, welche Übungen /Asanas sinnvoll für mich sind und was mein Körper kann und was er nicht kann. Jede:r hat seinen eigenen Körper. Es ist wichtig, nicht den idealtypischen Haltungen zu folgen, sondern sich selbst anzunehmen und die Praxis dementsprechend zu adaptieren.
Neue Wege
Obwohl ich mittlerweile seit drei Jahrzehnten Yoga mache, lerne ich immer noch dazu. Meine neueste Leidenschaft gilt dem Aerial Yoga. Im Tuch zu liegen, beruhigt und fordert mich gleichzeitig. Das Schwingen erinnert mich an die frühkindlichste Zeit, die Geborgenheit im Mutterleib, zumindest so wie ich mir dieses vorstelle. Vielleicht traue ich mich deshalb, in die Höhe zu steigen, kopfüber im Tuch zu hängen und meine Kraft zu fördern. Ich finde es schlichtweg genial und atemberaubend. https://soulyoga-berlin.de/jasmin-kassem
Und das Schönste: Ich mache, ich versuche, ich schalte das analytische Denken aus und fühle mich danach entspannt und energetisiert zugleicht. Auch dem Atem wende ich mich auf neue Weise zu und zwar durch das regelmäßige atemtherapeutische Coaching in der Tradition von Ilse Middendorf bei Anke Grabow, Link: https://www.ankegrabow.de/

