Wissenschaft -
Forschen und Schreiben
Studiert habe ich Religionswissenschaft mit Schwerpunkt Religionsgeschichte bei Carsten Colpe und Susanne Lanwerd sowie Altamerikanistik bei Ursula Thiemer -Sachse an der FU Berlin.
Meine Interessen und Themen
Religion und Heilkunde in Geschichte und Gegenwart, Schamanismus, Weltbilder und der eurozentrische Blick, Mythen und Erzähltraditionen
Wissenschaftliche Publikationen
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Vorträge
Seit 2008: „Yoga und Entspannung“ „Yoga und seine Rezeption im Westen“ „Indigene Kulturen und Heilkunde“ (z.B. Werkstatt für Ethnologie / Berlin, April 2014 und ICTAM IX International Congress on traditional Asian Medicine, Kiel 2017)
Die Diskussion um eine politisch korrekte Bezeichnung für die autochthone, vorkoloniale Bevölkerung der beiden Amerikas bricht nicht ab. Als ich meine Magister- und meine Doktorarbeit geschrieben habe, war „Indianer“ noch ein akzeptierter Begriff. Meines Erachtens gibt es keinen adäquaten Begriff, um die vielen kulturell höchst diversen indigenen Ethnien Amerikas zu benennen. „Native Americans“ oder „First Nations“ sind sicherlich nicht die passenden Bezeichnungen für Lateinamerika, da es englischsprachige Begriffe sind. Zudem sind es Begriffe einer kolonialen Sprache, die vor allem in Lateinamerika nicht unbedingt überall beliebt ist, wie ich aus meiner Zeit in Brasilien weiß. Nicht zu vergessen ist außerdem, dass es sich auch bei der Bezeichnung „Amerika“ um keine autochthone oder vorkoloniale Benennung handelt, sondern damit der italienische Entdecker und Eroberer Amerigo Vespucci (1451-1512) geehrt werden sollte. Kurzum: Auch diese Bezeichnung basiert auf einer europäischen Idee, konkreter auf der Idee des deutschen Kartografen Martin Waldseemüller im Jahr 1507.
Für das mittlerweile im deutschen Sprachraum gern verwendete Wort „Indigen“ möchte ich hier eine Situation aus meinem Schulalltag schildern. Bei einer Diskussion in einer 3. Klasse darüber, ob man noch Indianer sagen dürfe, gab es unterschiedliche Positionen. Eine Schüler:in sagte: „Indigen wovon? Wir sind auch Indigene, nämlich die Indigenen Berlins“. Ich fand diese Überlegung sehr aufschlussreich und klug. Folgerichtig reicht das Wort „Indigen“ nicht aus, die Vielfalt der autochthonen Ethnien sowie ihrer Nachkommen zu erfassen. Es braucht folglich eine genauere Charakterisierung. Ohne nähere und präzise Kennzeichnung bleibt der Begriff „Indigen“ somit eine Hülse, ein Containerwort und sagt nichts aus über die Angehörigen einer bestimmten Ethnie. Vielleicht müssen wir lernen, unsere Bezeichnungen viel spezifischer zu wählen (in Rücksprache mit den jeweiligen Menschen) und im Bewusstsein, dass Sprache nur approximativ die Wirklichkeit abbildet.
Pädagogische Publikationen
Seit 2015 habe ich für die SGD in Darmstadt als Autorin und Co-Autorin verschiedene Studienhefte im Umfang von 60 Seiten und mehr geschrieben und zwar für die „Yoga-Lehrausbildung“ sowie für die Studiengänge: „Religion Allgemeinbildung“ als auch für „Religion beim Abitur.“ Diese letztgenannten Studienhefte dienen den Fernstudierenden als pädagogisches Unterrichtsmaterial für das Online-Studium und für die Vorbereitung auf das Abitur und entsprechen dem hessischen Curriculum.
Themenbeispiel Yoga: „Yoga in Unternehmen“ 2015
Themenbeispiel Religion: - „Grundlagen und Grundfragen der Religion“, - „Die Frage nach Gott. (Theodizee, Atheismus, Religionskritik)“, - „Was sollen wir tun? Ethik und Moral.“
